Hermann Hesse - Unterm Rad

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Beziehung zwischen Vater und Sohn

Der kommunikative Austausch zwischen Vater und Sohn beruht meistens auf schulischer Thematik, da der Vater aufgrund seines eigenen Kleinbürgerlebens ein großes Eigeninteresse am schulischen Erfolg seines Sohnes. Damit der Junge den Erwartungen gerecht werden kann, verbietet der Vater ihm das heißgeliebte, aber zeitaufwändige Angeln am Fluss und muss stattdessen seine Zeit mit Lernen verbringen . Als sich der Tag der Prüfung nähert, befindet sich der Vater in höchster Aufregung. Auch während des Examens fragt er ihn ständig, wie es Hans in den verschiedenen Fächern ergangen sei. Im Fall des Bestehens gestattet er ihm, gutmütig einen Wunsch, offenbart aber hierbei schon wieder seine generelle Reizbarkeit, als er den Jungen  wegen dessen Zweifeln zurecht weißt. Trotz seines Stolzes würde er seinem Sohn aus finanziellen Gründen den Gang auf das Gymnasium, im Falle des Durchfallens verwehren, also will er nicht in seinen Sohn investieren.

 

Im Grunde respektiert Hans seinen Vater wie jeder Junge auch, wobei bedacht werden muss, dass Herr Giebenrath seine einzige familiäre Bezugsperson ist. Allerdings macht er sich über alle „Ungebildeten“ lustig, seinen Vater inbegriffen. Zum Beispiel kommentiert er einen grammatikalisch falschen Artikel seines Vater („den Lexikon&ldquo mit unterschwelliger Ironie. Trotz dieser charakterlichen Schwächen (Hochmut, Arroganz) freut er sich, seinem Vater einen Gefallen zu machen (Lieblingsfisch fangen). Gegen die bürgerliche Weltanschauung seines Vaters will Hans nicht die Normalität des heimatlichen Dorflebens übernehmen, sondern seine Intelligenz nutzen, um Pfarrer zu werden, sollte er durchfallen, trotzdem den intellektuellen Weg des Gymnasiums beschreiten.

 

Die Beziehung zwischen Vater und Sohn ist also geprägt von Hans Hochbegabung, sei es, dass der Vater Erwartungen in ihn setzt oder der Sohn ihm Aufgrund seiner geistigen Überlegenheit nicht unbedingt den angemessenen Respekt entgegenbringt.

30.5.08 16:54
 


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