Hermann Hesse - Unterm Rad

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Hermann Hesse - "Unterm Rad"

Unter dem Begriff „Unterm Rad“ assoziiere ich:
• Unfall
• Fahrzeug mit Lenker
• Überfahren, überrollt werden
• Mittelalterliche Foltermethode
• Technische Erfindung?
• Opfer
• Schicksalsrad (Fortuna)

Sprichwörter die mir zu dem Begriff „Unterm Rad“ einfallen:
• „Himmelsrad“
• „Das fünfte Rad am Wagen“
• „Das hat mich überrollt“
• „unter die Räder kommen
• „Das fünfte Rad am Wagen“
• „Ich fühle mich wie gerädert“
27.5.08 15:09


„Unterm Rad“ – eine Autobiographie?

 

+          „Lebensgeschichte“:

(Fiktionaler Text, d.h. nicht alle Details sind Wahrheitsgemäß: Erzählung)

·        Bei Hermann Hesse „Unterm Rad“ geht diese „Lebensgeschichte“ nur bis 1906, da zu dieser Zeit die Autobiographie erschien.

-          „Lebenslauf“:

(Bericht)

 

Autobiograpische Ansätze:

-                     Besuch der Lateinschule (Vorstadium des Gymnasiums)

-                     Bestehen des schwäbischen Landesexamen

-                     Seminarist im Evangelisch-theologischen Seminar

-                     Vater ist Missionar

-                     Flucht aus Seminar

-                     Ab 1892 Aufenthalt in mehreren Anstalten (Psychiatrien), weil seine Eltern wegen Hermann Hesses Pubertät überfordert waren

 

In diesem Anfang der Lektüre verarbeitet der Autor seine Jugenderlebnisse

Es existiert nur ein kurzer Abstand zwischen diesen Erlebnissen und der Herausgabe dieses Werks

28.5.08 16:26


Worin besteht der Lebenskonflikt von Hans Giebenrath?

Hermann Hesses Erzählung „Unterm Rad“ handelt von dem hochbegabten Jungen Hans Giebenrath, dessen Lebenskonflikt in dem Gegensatz seiner Kinderträume und den Karrierehoffnungen seines Vaters liegt. Dieser Kontrast ähnelt zwei Herzen, welche Hans in seiner Brust trägt. Denn zum einen versucht er, den Vorstellungen seines Vaters gerecht zu werden. Dieser möchte, aus seiner Kleinbürgerlichkeit heraus, dass sein intelligenter Sohn über das Landexamen Karriere als Priester (ein sehr angesehener Beruf) macht. Bei diesem Landexamen vertritt Hans zudem sein ganzes Heimatdorf, weshalb alle Bewohner sehr stolz auf ihn sind und in seine Teilnahme große Erwartungen setzen. Als seine Lehrer merken, wie begabt Hans ist, geben sie ihm in vielen Fächern, z.B. Latein, Griechisch und Mathe Extraunterricht. Andererseits hat er selbst Kinderwünsche, da er merkt, kurz bevor das Landexamen bevorsteht, wie lange er eigentlich schon nichts mehr in seiner Freizeit unternommen hat und wie sehr ihn das Lernen einschränkt. Was früher für ihn alltäglich war, z.B. das Angeln, das Floß fahren oder überhaupt Treffen mit Freunden geriet mit der Zeit in den Hintergrund. Jedoch trägt der Junge auch selber zu diesem Konflikt bei, da er ein sehr ehrgeiziger Schüler, ein Streber ist. Dass er beim Landexamen in Stuttgart nur zweiter geworden ist, führt dazu, dass der Konfirmand noch mehr lernt, um nächstes Jahr auf der Priesterschule die anderen zu übertreffen und nicht wie von seinen Lehrern befürchtet, hinterherhinkt.
29.5.08 19:54


Beziehung zwischen Vater und Sohn

Der kommunikative Austausch zwischen Vater und Sohn beruht meistens auf schulischer Thematik, da der Vater aufgrund seines eigenen Kleinbürgerlebens ein großes Eigeninteresse am schulischen Erfolg seines Sohnes. Damit der Junge den Erwartungen gerecht werden kann, verbietet der Vater ihm das heißgeliebte, aber zeitaufwändige Angeln am Fluss und muss stattdessen seine Zeit mit Lernen verbringen . Als sich der Tag der Prüfung nähert, befindet sich der Vater in höchster Aufregung. Auch während des Examens fragt er ihn ständig, wie es Hans in den verschiedenen Fächern ergangen sei. Im Fall des Bestehens gestattet er ihm, gutmütig einen Wunsch, offenbart aber hierbei schon wieder seine generelle Reizbarkeit, als er den Jungen  wegen dessen Zweifeln zurecht weißt. Trotz seines Stolzes würde er seinem Sohn aus finanziellen Gründen den Gang auf das Gymnasium, im Falle des Durchfallens verwehren, also will er nicht in seinen Sohn investieren.

 

Im Grunde respektiert Hans seinen Vater wie jeder Junge auch, wobei bedacht werden muss, dass Herr Giebenrath seine einzige familiäre Bezugsperson ist. Allerdings macht er sich über alle „Ungebildeten“ lustig, seinen Vater inbegriffen. Zum Beispiel kommentiert er einen grammatikalisch falschen Artikel seines Vater („den Lexikon&ldquo mit unterschwelliger Ironie. Trotz dieser charakterlichen Schwächen (Hochmut, Arroganz) freut er sich, seinem Vater einen Gefallen zu machen (Lieblingsfisch fangen). Gegen die bürgerliche Weltanschauung seines Vaters will Hans nicht die Normalität des heimatlichen Dorflebens übernehmen, sondern seine Intelligenz nutzen, um Pfarrer zu werden, sollte er durchfallen, trotzdem den intellektuellen Weg des Gymnasiums beschreiten.

 

Die Beziehung zwischen Vater und Sohn ist also geprägt von Hans Hochbegabung, sei es, dass der Vater Erwartungen in ihn setzt oder der Sohn ihm Aufgrund seiner geistigen Überlegenheit nicht unbedingt den angemessenen Respekt entgegenbringt.

30.5.08 16:54





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